
So eben ist der dritte Band des Kultur und Literaturmagazins Kultur und Gespenster erschienen. ” Wirklich wahr I” widmet sich dem sogenannten “Authentischen” und “Dokumentarischen” und ist wie man dem Titel entnehmen kann der erste Teil eines Doppelheftes zum Thema.
“WIRKLICH WAHR I” ist der erste Teil eines
Doppelheftes, das den ästhetischen Verheißungen des so
genannten “Authentischen” und “Dokumentarischen”
gewidmet ist: Anna Echterhölter erklärt, was Dokumente
alles so können und berichtet von versteinerten
Spinnweben und Schriftzeichen, Sascha Hommer
dokumentiert die Arbeit an seinem neuen Comic und legt
einen fast authentischen Unfall hin (während
Jan-Frederik Bandel seine Pfeife stopft), Holger
Schulze erläutert, wie intellektuelle
Penetrationsängste zu Audiopietismus führen, Jens
Ruchatz fragt sich, warum wir uns von Interviews
eigentlich so viel “Authentizität” versprechen, Ove
Sutter analysiert politästhetische O-Ton-Strategien im
Hörspiel der 70er Jahre, Jesko Bender verwirft in
einer Relektüre von Peter Weiss’ “Ermittlung” die
Simplizitäten des “Dokumentarismus”-Begriffs,
Katharina Picandet setzt der Fundstückästhetik des Pop
Georg Schmids “Roman trouvé” entgegen, Christine
Ivanovic widmet sich dem Spätwerk von Ilse Aichinger,
Ralf Schulte besichtigt Formen des Wirklichkeitswerks,
Enno Stahl fordert einen neuen Realismus, und Gerd
Schäfer denkt über Herodot und Ryszard Kapuscinski
nach.